Stellung nahmen für den BN stellvertretende Landesbeauftragte Dr. Christine Margraf und die Kreisvorsitzenden Karl Haberzettl (Passau) und Georg Kestel (Deggendorf, r.). −Foto: Jäger

Passau | 21.01.2019 | BN will Flutschutz schneller, besser, ökonomischer

Der Bund Naturschutz hat am Montag in Passau Überzeugungsarbeit geleistet, dass Donau-Polder oberhalb Straubing nicht das Mittel der Wahl seien und sie insbesondere nichts zum Schutz von Passau beitragen. Statt auf erst in fünfzehn oder zwanzig Jahren durchgeboxte Polder zu setzen – große "Badewannen neben der Donau", die bei Hochwasser wie Rückhaltebecken geflutet würden – könne sofort mit ökologisch wie ökonomisch besseren und wirkungsvolleren Maßnahmen des dezentralen Rückhalts begonnen werden.

Die Forderung lautet dezentraler ganzheitlicher Hochwasserschutz und Flächenvorsorge. Dezentraler naturnaher Schutz heißt für den BN: Wasseraufnahmefähigkeit der Böden erhöhen, Bäche, Feuchtgebiete und Moore renaturieren, naturnahe Wälder, Auen an den Füssen zurückgewinnen. Ziel ist, Wasser so lange wie möglich in der Landschaft zu halten.

In der Polder-Diskussion drängt der BN auf strikte Unterscheidung zwischen den geplanten kontrovers diskutierten Flutpoldern oberhalb von Straubing und dem unstrittigen Hochwasserschutzkonzept zwischen Straubing und Vilshofen: "Es ist fachlich unstrittig, dass die Polder oberhalb von Straubing für den Hochwasserschutz nichts beitragen."