Die Nordtangente


Bei einer Gesamtfläche des Landkreises und der Stadt Passau zusammen ergibt die Fläche an Naturschutzgebieten lediglich 0, 63 %. Das allein ist schon ein Armutszeugnis.

Wir sollten uns gut überlegen, wie wir mit unserer Heimat umgehen. Laden Sie sich hier unseren Folder mit Infos zur Nordtangente herunter.


Die Halser Ilzschleifen finden Sie hierim Onlineportal des World Database on Protected Areas (WDPA)  Protected Planet

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Ingo Zahlheimer



Unsere Meinung zur geplanten Trasse

Die geplante Trasse berührt zwei Flusstäler von überregionaler Bedeutung, die daher auch entsprechend geschützt sind (Ilz FFH nach europäischem Recht, Naturschutzgebiet nach nationalem Recht; Gaißa als Landschaftsschutzgebiet). Die Ilz ist eine der letzten natürlichen Flüsse der gesamten BRD.

Die Flusstäler sind wichtige Wanderkorridore z. B. für Fischotter, Biber, Schwarzstorch sogar für den Luchs. Die geplante Trasse zerschneidet diese Korridore und gefährdet so massiv diese geschützten Arten. Die betroffenen Wälder sind sehr naturnah mit einzelnen uralten Eichen (Patriching). Diese Wälder haben eine wichtige Rolle für den Immissionsschutz (Staub, Lärm) und  Klimaschutz (Kohlenstoff Senke).

Alle betroffenen Waldgebiete sind wichtige Naherholungsgebiete für Passau und Salzweg, Tiefenbach. Die Bedeutung der Wälder für die Gesundheit (Stressabbau) belegen zahlreiche Studien. Somit sind diese Gebiete unersetzlich für Passau und Umgebung, für Mensch und Natur. Passau als wachsende Stadt braucht diese grünen Lungen. Die geplanten Eingriffe sind auch nicht ausgleichbar. Wertvollste, geschützte Natur ginge unwiederbringlich verloren.

Hier geht es zum Pressebericht in der PNP vom 09.04.2016


Eilmeldung: "Natur ja - Nordtangente nein" - schwerer Eingriff in unser Leben

Seit Montag, den 28.03.2016, ist das Informationssystem des Bundesverkehrswegeplans "Prins" freigeschaltet. Es umfasst die Angaben zur B 388 N-OU Passau, die nördliche Umfahrung von Passau. Damit ist in leicht veränderter Form die Variante Mitte lang beschrieben.

Sie stellt einen schweren Eingriff in das Natur- und Landschaftsschutzgebiet an Ilz und Gaißa dar. Eine wichtige Erholungslandschaft für die angrenzenden Gemeinden Tiefenbach, Salzweg und die Stadt Passau würden durch Bau und Betrieb der Strecke verlärmt. Der Lebensraum von bedeutsamen, schützenswerten Pflanzen und Tieren wäre beeinträchtigt.

Die prognostizierte Entlastung auf den verkehrsreichen Strecken im Stadtgebiet kann aber nicht zustande kommen, da die meisten Fahrzeuge den Weg in die Stadt nehmen. Das Kurzak-Gutachten von 2008 misst 280 Kraftfahrzeuge, die aus dem östlichen Landkreis den Weg zur A3 und zurück durch die Stadt nehmen.

Unser Herz gilt der Bürgerinitiative "Natur ja - Nordtangente nein"!

Unterstützen Sie noch heute diese Online-Petition, denn jede Stimme zählt:

Zur weiteren Information empfiehlt sich die Homepage der Bürgerinitiative: www.bi-nordtangente.de

Gemeinsam für unsere Heimat!


Vorher - Nachher

Gaißamühle - schöne, heile Welt
*Die Gaißamühle verschwindet unterm Autobahnzubringer
Sägewerk bei der Gaißamühle
*vorbei mit der Idylle
Die Ilz, Fluss der Kelten
*Die Ilz, Fluss des Jahres 2002 und 2003

 

 

 

*Bei den bearbeiteten „nachher“-Fotos handelt es sich um Fotomontagen. Sie beruhen auf den Angaben aus dem Plan LPL_1_1_B388-G050-BY_2013-10-01_Lageplan.pdf des Staatlichen Bauamts Passau und kann hier unter Punkt 1.3 Lage der Trasse und betroffene Kreise heruntergeladen werden. Alle weiteren Details wurden mit Daten vom Bayernatlas, Google Earth Pro und realen „vorher“-Fotos (jeweils vor Ort aufgenommen) erstellt. Optische Realisierungen beruhen auf Annahmen. Wir erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit.